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Berichte über die Reise nach Sambia zu Schwester Regina
von Martin A. Juda

 - die Situation "Vorort" in Zahlen und Fakten

 - unsere Eindrücke, unser Resumè

 - ausführlicher Bericht mit Bildern - als pdf-Datei
    
von Monika Richter

 - Bilder

 - Filmberichte   

 - Bericht im Rhein-Sieg-Anzeiger


 

die Situation "Vorort" in Zahlen und Fakten

a) Sambia (Zambia)

Sambia ist ein Binnenland im südlichen Afrika und mit knapp 753 Tqkm etwa doppelt so groß wie Deutschland. Seine Lage auf dem zentralafrikanischen Plateau mit durchschnittlich 1300 Höhenmetern mildert das tropische Klima. Im Winter kann es empfindlich kalt werden.

11,5 Millionen Einwohner leben in Sambia (die Hauptstadt ist Lusaka) und haben ein Pro-Kopf-Einkommen von ca. 275 Euro im Jahr!
Sambia gehört somit zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Arbeitslosigkeit beträgt 50 %.
86 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.

Seit der Unabhängigkeit von England im Jahre 1964 ist Sambia eine präsidiale Republik.

Die Hälfte bis Dreiviertel der Bevölkerung sind Christen, davon 60 % Katholiken, der Rest Moslems und Hindus.

Neben Englisch gibt es 7 anerkannte Landessprachen.

Das wichtigste Exportgut ist Kupfer.

Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Dies erklärt den starken Rückgang der Lebenserwartung in den letzten 15 Jahren von 60  (im Jahre 1990) auf inzwischen nur noch 35 Jahren.

Im Jahre 2006 gab es 750.000 AIDS-Waisen in Sambia. Für das Jahr 2015 wird mit einer Million Waisen gerechnet, was 20 % der Kinder im Lande entspräche.

Die meisten der Waisen werden keine formale Schulbildung erhalten. Sechs Prozent leben auf der Strasse, UNICEF spricht von 10 Prozent. Nur 1 Prozent findet Platz in einem Waisenhaus.

(weitere Infos siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Sambia)

b) Die "Heilig Kreuz Schwestern"

The SISTERS OF THE HOLY CROSS  (of the third order of st. francis), wie sie sich im englischsprachigen Raum nennen, arbeiten in Europa, Asien, Südamerika und in 8 afrikanischen Ländern, so auch in Sambia, wo 40 Ordensschwestern (Einheimische und  Europäerinnen) als Krankenschwestern, Hebammen und Lehrerinnen tätig sind.

Sie leben in Convents, werden von ihrem Orden unterstützt und erhalten Spenden. Ihr Ansehen in der Bevölkerung ist riesig. Überall werden sie mit größtem Respekt behandelt. Auch Polizei und Militär machen da keine Ausnahmen!

Der Ursprung des Ordens liegt in der Schweiz (s. auch: www.holycross-menzingen.org/)

c) Schulbildung

Jedes Kind, was zur Schule möchte, muss Schuhe und eine Uniform besitzen sowie für Schulbücher, Papier und Schreibgeräte aufkommen.  Das Schulgeld ist nur in der Grundschule (Primary-School) frei.

Auch für den Kindergarten müssen Gebühren gezahlt werden.

Ab dem 5. Lebensjahr besuchen die Kinder dann bis zum 12. Lebensjahr die Primary-School. Daran schließt sich die Secondary-School  (5 Jahre) an. Der Abschluss ist mit unserem Abitur vergleichbar. Im Anschluss daran kann man einen Beruf erlernen oder studieren.

Viele staatliche Lehrer müssen noch einem zweiten Job nachgehen, da die Lehrerbezahlung miserabel ist.


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Unsere Eindrücke, unser Resumè

Wo Staat und  Gesellschaft versagen, bemühen sich die kirchlichen Institutionen die größte Not zu lindern  und u.a. durch die Vermittlung von Bildung Zukunftschancen für die Waisen zu eröffnen.

Auf unserer Reise durch Sambia waren wir sehr überrascht über die Freundlichkeit und scheinbare Unbeschwertheit der einheimischen Bevölkerung. Wir wurden überall neugierig aber unaufdringlich begrüßt, nie angebettelt oder irgendwie "schief angesehen". Die nicht vorhandenen Touristen machten dies wohl möglich. Zu keiner Zeit und an keinem Ort fühlten wir uns irgendwie eingeschränkt oder gar bedroht.

Vollkommen unerklärlich blieb für uns, wie diese Leute überhaupt überleben können. Die Lebensmittel im Supermarkt in Lusaka waren kaum billiger als hier bei uns (der Benzinpreis lag bei über einem Euro pro Liter)  "Preiswert" waren unterwegs lediglich die Bananen.

Beeindruckt waren wir  von der Heiterkeit und Inbrünstigkeit bei "religiösen" Veranstaltungen. Es gibt viele Sekten und Kirchen in Sambia. Man kann als einfacher Einheimischer wohl nur mit einem starken Glauben die derzeitige Situation meistern.

Nicht zu verstehen ist die Lethargie der Bevölkerung im Umgang mit der Aidsproblematik.
Trotz intensiver Aufklärung in den Medien, in den Kirchen und in den Schulen wird Aids meistens totgeschwiegen. Es ist unfassbar!
(Die Regierung von Sambia hat die Aidsgefahr übrigens als "nationales Desaster" deklariert)

Die wirtschaftlich wichtige Gruppe der 18 – 45-jährigen stirbt. Übrig bleiben Kinder und alte Menschen. Für die Kinder sind die Auswirkungen besonders dramatisch. Sie müssen ihren Schulbesuch aufgeben, um ihre kranken Eltern zu pflegen und Geld zu verdienen. Sterben beide Elternteile, bleiben sie alleine zurück. Viele Waisenkinder wurden früher von Verwandten aufgenommen. Weil aber die Zahl der Aidswaisen dramatisch steigt, müssen immer weniger Erwachsene für immer mehr Kinder sorgen. Aids zerstört die traditionelle afrikanische Grossfamilie. Oft wandern die Waisen in die Städte ab und versuchen dort als Strassenkinder zu leben, in der Regel unter völlig unwürdigen Bedingungen: Hunger, Drogen, Gewalt und keine Bildung gehören dazu.

Man kann angesichts dieser deprimierenden Tatsachen verzweifeln, man kann aber auch etwas tun, indem man z.B. die Holy-Cross-Sisters und  Ordensschwester Regina finanziell bei ihrer Arbeit für die Bildung der Waisenkinder im Poverello-Projekt unterstützt.

Die Schwestern leben ihr ganzes Leben für die Ärmsten der Armen!!

Wir haben ihr Wirken hautnah miterlebt und sind tief beeindruckt.

Nicht umsonst werden die Schwestern von allen Bevölkerungsschichten geachtet und mit größtem Respekt behandelt.

Wir sind dankbar, dass wir dies erleben durften und wünschen den Schwestern viel Kraft bei ihrem weiteren segensreichen Wirken !!


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